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Angebote

In Köln bieten wir – in nicht-pandemiezeiten – Stadtteilführungen in Nippes und in der Südstadt an. Außerdem geben wir online oder in Präsenz unseren Vortrag „Zur Konzeption kolonialkritischer Stadtrundgänge“.

Termine für offene Führungen geben wir auf Instagram sowie über unseren Newsletter bekannt. Unsere Führungen können auch individuell für Gruppen gebucht werden.

Bei Interesse schicken wir gerne weitere Infos zu unseren Buchungskonditionen.

Das Nippeser „Afrika Viertel“

Eine kolonialkritische Stadtteilführung

Dieses Angebot macht eine Pause. Wir geben hier bekannt, wenn die Führung wieder buchbar ist.

In zahlreichen Städten gibt es Straßennamen, die in Zusammenhang mit der deutschen Kolonialvergangenheit stehen. So auch in Köln. Der Rundgang im sogenannten „Afrika-Viertel“ gibt tiefere Einblicke in die koloniale Vergangenheit Kölns und Deutschlands und macht auch die Geschichten von Kolonialmigrant*innen und wichtigen Widerstandskämpfer*innen sichtbar. Darüber hinaus wird thematisiert wie koloniale Strukturen und Denkmuster heute noch unser Zusammenleben prägen.

Referentin: Bebero Lehman

"Kein Platz an der Sonne"

Ein Rundgang zur kolonialrevisionistischen Geschichte der Universität zu Köln

Dieses Angebot macht eine Pause. Wir geben hier bekannt, wenn die Führung wieder buchbar ist.

Als die Universität zu Köln 1919 eröffnet wurde, hatte Deutschland seine Kolonien bereits verloren. Doch der Traum vom „Platz an der Sonne“ war ungebrochen. Neben Berlin und Hamburg war die kolonialrevisionistische Bewegung, getragen von führenden Unternehmer*innen und einflussreichen Kölner Bürger*innen, auch in Köln groß. Um Kolonialismus zu legitimieren und praktisch umzusetzen, spielte Wissenschaft immer eine zentrale Rolle.

Der Rundgang geht den Spuren der kolonialrevisionistischen Vergangenheit an der Universität zu Köln nach. Dabei wird auch die Perspektive von Menschen aus den einstigen deutschen Kolonialgebieten einbezogen.

Referentin: Bebero Lehmann

Bebero Lehmann (vorne) mit einer Gruppe vor dem WiSo-Gebäude der Universität zu Köln. / Foto: Decolonize Cologne

(Post)Koloniale Spuren in der
Kölner Südstadt

Eine kritische Stadtteilführung

In unserer Führung durch die Kölner Südstadt zeigen wir, dass der deutsche Kolonialismus vor unserer Haustür stattgefunden und nachhaltig auf das Veedel gewirkt hat: Wir stellen Akteur*innen aus den kolonialisierten Gesellschaften vor, erzählen von anti-kolonialem Widerstand und weißen Bürger*innen, die die koloniale Idee verankerten. Koloniales Denken betraf sämtliche Bereiche des gesellschaftlichen Zusammenlebens, wie: Alltag, Kultur, Wirtschaft oder Wissenschaft. Wir richten einen feministischen Blick auf damalige Geschlechterverhältnisse und betrachten kritisch rassistische Kontinuitäten seit dem 19. Jahrhundert bis heute. Und fragen: Was hat Kolonialismus eigentlich mit uns zu tun?

Referentinnen: Azziza B. Malanda und Merle Bode

Das Team von Decolonize Cologne mit einer Gruppe in der Kölner Südstadt. / Foto: Decolonize Cologne

Kolonialismus in Köln

Interaktive Stadtteilführung

Wir möchten mit unserer Führung durch die Kölner Südstadt überwiegend Jugendliche und junge Erwachsene ansprechen, die bisher noch nicht viele bewusste Berührungspunkte mit deutscher Kolonialgeschichte hatten. Schulklassen, Projektkurse oder BFD-/FSJ-Absolvent*innen sind herzlich eingeladen, mit uns einen Perspektivenwechsel einzunehmen. Wir hinterfragen die Geschichtsschreibung, ihre Spuren im Kölner Stadtbild und fragen „Was hat Kolonialismus mit mir zu tun?“

Wir kommen durch die interaktiv gestalteten Stationen gemeinsam ins Gespräch. Wessen Geschichte wird durch Denkmäler in der Stadt erzählt? Was haben Kolonialismus und Rassismus mit der Vorstellung von Weiblichkeit zu tun? Welche Verbindungen gibt es zwischen Wissenschaft und der deutschen Kolonialgeschichte? Was gab es für Widerstand gegen Kolonialismus? Dies sind nur einige Fragen, mit denen wir uns beschäftigen werden.

Wir freuen uns auch über eure Fragen, Anregungen und das voneinander Lernen. Wir bieten Führungen im Zweier- bis Dreier-Team, auf deutscher oder englischer Lautsprache, an. Wir sprechen aus Schwarzer deutscher, migrantischer, weiblich oder männlich sozialisierter Perspektive.

Eckdaten der Führung

  • Dauer: ca. 2,5 Stunden 
  • Wo: Köln (genauer Startpunkt bei Buchung)
  • Wer: junge Erwachsene, Jugendliche ab 15 Jahren
  • Teilnehmer*innenzahl: ca. 4 – 24 Personen

 

Wir entwickeln unsere Konzepte stetig weiter und versuchen, unsere Führung so niedrigschwellig wie möglich zu halten. Wir sind bemüht, unser Angebot auch zugänglich für jene zu gestalten, die sich unsicher sind, ob sie teilhaben können. Bei Fragen oder Unklarheiten sprecht uns gerne im Vorfeld an und wir geben unser Bestes gemeinsam eine Möglichkeit zu finden.

Das Team von Decolonize Cologne mit Teilnehmer*innen der interaktiven Führung vor dem "Bismarckturm" in Köln-Marienburg. / Foto: Decolonize Cologne
Arbeit in Kleingruppen während einer interaktiven Führung. / Foto: Decolonize Cologne

Zur Konzeption einer kolonialkritischen Stadtteilführung

Vortrag

Der deutsche Kolonialismus hat auch in Köln stattgefunden und nachhaltig auf die Stadt und ihre Bewohner*innen gewirkt: Koloniales Denken betraf sämtliche Bereiche des gesellschaftlichen Zusammenlebens, wie Alltag, Kultur, Wirtschaft oder Wissenschaft.

In unserem Vortrag gehen wir auf verschiedene Aspekte bei der Konzeption unseres kritischen (post)kolonialen Stadtrundgangs in der Kölner Südstadt ein: mit welchen Perspektiven zum Kolonialismus sind wir bei der Recherche konfrontiert, welche Erzählungen können die hegemoniale Geschichtsschreibung kritisch beleuchten, wie finden wir Orte kolonialer Geschichte in unserem Stadtviertel und was hat (post)Kolonialismus eigentlich mit uns persönlich zu tun? Wir richten einen feministischen Blick auf damalige Geschlechterverhältnisse und betrachten kritisch rassistische Kontinuitäten seit dem 19. Jahrhundert bis heute.

Vortrag beim "Langen Donnerstag" im Museum Ludwig, Köln / Foto: Nathan Ishar